Direkt zum Inhalt
  • Chronische myeloische Leukämie

    CML-Patienten haben eine normale Lebenserwartung, wenn sie in ­chronischer Phase mit Abl-spezifischen Kinase-Inhibitoren (TKI) ­behandelt werden. In der Erstlinientherapie der CML sind Imatinib, ­Dasatinib und Nilotinib zugelassen. Bei Resistenz oder Unverträglichkeit stehen Bosutinib und Ponatinib als TKI-Alternativen zur Verfügung. Ziel der Therapie ist das Erreichen einer tiefen...

  • Behandlung der Hämophilie

    Eine prophylaktische Behandlung mit Faktorenkonzentraten ist mittlerweile Standard bei der Behandlung von Patienten mit schwerer Hämophilie A. Konventionelle Faktor VIII- und Faktor IX-Konzentrate haben eine relative kurze Halbwertszeit und müssen dementsprechend oft intravenös appliziert werden. Seit einigen Monaten sind in der Schweiz sowohl Faktor VIII- als auch Faktor IX-Produkte...

  • Oft zu spät erkannt und behandelt

    Porphyrien sind eine Gruppe sehr seltener, genetisch bedingter Stoffwechselerkrankungen mit einer Störung der Häm-Biosynthese. Die typische Symptomen-Trias bei einem Schub besteht aus Bauchschmerzen, zerebralen Symptomen und einer peripheren Neuropathie. Ein weiteres wichtiges Zeichen ist die Rotverfärbung des Urins. Zur Behandlung eines akuten Schubs ist die intravenöse Gabe von...

  • EHA-Kongress in Kopenhagen

    In diesem Jahr gastierte der Kongress der «European Hematology Association» (EHA) vom 9.–12. Juni in Kopenhagen. Wir berichten von erfreulichen Studienergebnissen zur Therapie der AML bei älteren Patienten und zum verbesserten Über­leben von Erwachsenen mit ALL. Erste Resultate einer experimentellen Gentherapie bei Hämophilie B lassen darauf hoffen, dass diese Patienten zukünftig...

  • Chronisch myeloische Leukämie

    Die meisten Patienten mit einer CML sind lebenslang auf eine Therapie mit einem Tyrosinkinase-Hemmer angewiesen. Doch wird zunehmend erforscht, wann und bei welchen Patienten ein Therapiestopp möglich wäre. Die neusten Ergebnisse der EURO-SKI-Studie wurden am diesjährigen EHA-Kongress präsentiert.

  • Venöse Thromboembolien mit Verdacht auf Krebs

    Idiopathische venöse Thromboembolien können frühe Warnzeichen für einen Tumor sein. Gemäss älteren Untersuchungen wird im Jahr nach der Thrombose bei bis zu 10% der Betroffenen Krebs diagnostiziert [1]. Eine grosse randomisierte Studie prüfte nun den Vorteil eines umfassenden Screen­ingprogramms. Die Resultate sind ernüchternd.

  • Plättchenaggregationshemmung bei PCI

    Die Hemmung der Gerinnung bildet einen wichtigen Eckpfeiler der Therapie des akuten Koronarsyndroms. Hierzu stehen Thrombozytenaggregationshemmer, die an der Thromboxansynthese, dem ADP-Rezeptor, dem Glykoprotein-Rezeptor IIb/IIIa und dem Thrombin-Rezeptor PAR 1 ansetzen, nebst den Inhibitoren der plasmatischen Gerinnung im klinischen Einsatz. Potentere Vertreter einzelner Substanzen...

  • Präoperative Anämie im Zeitalter von Patient Blood Management (PBM)

    Eine präoperative Anämie ist ein unabhängiger Prädiktor für ein erhöhtes Infekt- und Thromboembolie-Risiko und eine erhöhte Mortalität. Allogene ­Bluttransfusionen tragen ihrerseits durch unspezifische und spezifische Risiken weiter zur Verschlechterung des Outcomes bei. Ein algorithmusbasiertes Vorgehen bei Anämie ist hilfreich. Anhand ­von EC-Zellvolumen (MCV) und Retikulozyten...

  • Carfilzomib beim rezidivierten Multiplen Myelom

    Bis vor einigen Jahren war die Behandlung des rezidivierten Multiplen Myeloms eine grosse Herausforderung. Mit der Verfügbarkeit von neuen Substanzen hat sich die Situation jedoch deutlich verbessert. Seit Ende 2015 ist auch der Proteasom-Inhibitor Carfilzomib zur Behandlung ab der zweiten Therapie­linie in der Schweiz zugelassen [1].

  • Graft-versus-Host-Krankheit

    Bei akuten Leukämien ist die allogene hämatopoetische Stammzelltransplantation (HSZT) eine weit verbreitete Therapieoption mit Aussicht auf Heilung. Ein wichtiger Grund für die späte Morbidität und Mortalität der HSZT ist die chronische Graft-versus-Host-Krankheit, eine zytotoxische Reaktion der implantierten Immunzellen gegen den Wirtsorganismus. Eine neue randomisierte Studie aus dem...

  • Antikoagulation

    Eine postmenopausale Hormontherapie oder eine hormonhaltige Verhütung bei Frauen unter Antikoagulation fortzuführen, scheint ­riskant. Erhöht sich durch hormonhaltige Präparate doch das Risiko für venöse Thrombo­embolien, das man mit den Antikoagulanzien senken will. Doch fussen die Bedenken tatsächlich auf soliden Daten? Eine kürzlich publizierte internationale Studie lässt daran...

  • «Watch and wait», Bestrahlung oder systemische Therapie?

    Der Begriff indolente Lymphome umfasst eine wachsende Zahl niedrig maligner Non-Hodgkin-Lymphome und Leukämien überwiegend der B-Zell-Reihe. Sie werden aufgrund ihrer Markerkonstellation und des genetischen Profils voneinander differenziert und klassifiziert. Die Behandlung richtet sich nach dem Ausmass bzw. der Dynamik der Erkrankung und den Symptomen des Patienten. Es findet derzeit...