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Präoperative kardiale Abklärung vor nicht-herzchirurgischer Operation

Weniger perioperative Komplikationen, bessere Prognose

Kardiovaskuläre Erkrankungen gehören zu den wichtigsten Ursachen perioperativer Morbidität und Mortalität. Ziel der präoperativen ­Abklärung und Optimierung ist es, die Inzidenz perioperativer kardialer Komplikationen zu senken und so die kurz-/längerfristige Prognose zu verbessern. Die Abklärungsstrategie beruht auf der körperlichen Leistungsfähigkeit, dem Risiko des Eingriffs und klinischen Risikoindika­toren. Patienten mit erhaltener körperlicher Leistungsfähigkeit (≥4 MET, MET = metabolische Äquivalente) und/oder fehlenden klinischen Risikoindikatoren brauchen vor nicht-herz­chirurgischen Eingriffen in der Regel keine weitere kardiale Abklärung. Patienten mit eingeschränkter körperlicher Leistungsfähigkeit (<4 MET) und klinischen Risikoindikatoren werden im Vorfeld grösserer Operationen weiter abgeklärt. Für Diagnostik und Therapie gelten die anerkannten kardiologisch-internistischen Indikationen. Während sehr viele Medikamente heute perioperativ unverändert weitergegeben werden, bedarf die gerinnungsmodulierende Therapie häufig ­einer Anpassung.