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Soziale Kognition und Interaktion bei Kokainkonsumenten

Substanzinduzierte Beeinträchtigungen ­können Therapie erschweren

Kokainkonsumenten zeigen spezifische Beeinträchtigungen sozial-kognitiver Fertigkeiten, die mit ihrer sozialen Funktionsfähigkeit im Alltag verknüpft sind. Sie weisen weniger Sozialkontakte und Defizite in der Empathie auf, während bei schwererem Konsum Probleme in der Perspektivenübernahme hinzukommen. Auch verhalten sich Kokainkonsumenten im Durchschnitt etwas weniger prosozial. Wie die Beeinträchtigungen in Aufmerksamkeit und Gedächtnis, so scheint zumindest auch das Empathiedefizit teilweise substanzindiziert zu sein. Es ist anzunehmen, dass diese Störungen der sozialen Wahrnehmung und des Sozialverhaltens auch eine therapeutische Beziehung zu diesen Personen erschweren kann, was die hohe Rückfallquote bei schwer kokainabhängigen Personen selbst nach intensiver Therapie mit erklären könnte. Da die sozial-kognitiven Beeinträchtigungen nach Abstinenz teilweise reversibel zu sein scheinen, könnte man diese Erkenntnisse auf verschiedene Arten in der Therapiepraxis umsetzen (Tab. 1).

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