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Vorhofflimmern und Sekundärprävention nach Hirnschlag

Stellenwert der neuen Antikoagulanzien

In der Primär- und Sekundärprävention bei Patienten mit Vorhofflimmern (VHF) haben nach einer langen Zeit der Monopolstellung der Vitamin-K-Antagonisten (VKA) neue Substanzen wie Dabigatran, Rivaroxaban und Apixaban den Beweis einer gleichen Wirksamkeit erbracht. Die neuen Substanzen scheinen klare Vorteile gegenüber den «alten» VKA zu zeigen (fixe Dosierung, keine Gerinnungskontrollen, weniger Interaktionen mit Lebensmitteln und anderen Medikamenten). Jedoch lässt sich auf Grund der aktuellen Studienlage bei keiner der neuen Substanzen ein klarer Vorteil gegenüber den anderen erkennen.

Welche Patienten sind Kandidaten für eine Primär- oder Sekundärprävention bei VHF für die neuen oralen Antikoagulanzien? Aus heutiger Sicht sind dies Patienten mit VHF, deren Einstellung auf einen therapeutischen INR sich mit VKA als schwierig erweist bzw. die regelmässige Blutentnahmen nicht wünschen oder aber deren Durchführung schwierig ist (z.B. weite Entfernung zum nächsten Arzt). Dies kann auch auf Patienten nach Hirnschlag infolge Vorhofflimmerns angewendet werden.

Welche Patienten erhalten (weiterhin) VKA? Es besteht keine Indikation, Patienten die jahrelang unter VKA-Therapie stabil gewesen sind und insbesondere stabile INR-Werte innerhalb des therapeutischen Bereichs aufweisen, auf eine der neuen Substanzen umzustellen. Auch wird weiterhin eine Therapie mit VKA notwendig sein bei Patienten mit einer schweren Niereninsuffizienz oder Patienten, die eine Therapie mit einem Medikament benötigen, welches mit den neuen OAK interagiert (z.B. Ketoconazol) oder eine weitere Indikation für VKA (z.B. ein mechanischer Herzklappenersatz) besitzen.

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