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Schwangerschaft und Geburt bei angeborenem Herzfehler

Relevantes für die Praxis

Trotz aller medizinischer Fortschritte sind korrigierte angeborene ­Herzfehler (AHF) nicht «geheilte» Herzfehler. Im Langzeitverlauf können trotz erfolgreicher Korrektur kardiovaskuläre Probleme wie z.B. Herzrhythmus­störungen, Herzinsuffizienz oder eine pulmonale Hypertonie auftreten. In rund 10–15% aller Schwangerschaften von Frauen mit AHF treten ­kardiale Komplikationen auf, die Mutter und Kind gefährden. Die präkonzeptionelle Beratung und Risikoeinschätzung ist notwendig, um sicher zu stellen, dass Frauen mit Kinderwunsch eine bewusste ­Entscheidung für oder gegen eine Schwangerschaft treffen können. Spezifische Kenntnisse über den Herzfehler und die zu erwartenden ­Auswirkungen einer Schwangerschaft sind unabdingbar. Die nachfolgende Schwangerschaftsbetreuung benötigt eine enge Zusammen­arbeit zwischen Geburtshelfer und Kardiologen. Je nach Komplexität des Herzfehlers und der durchgeführten Operationen ist eine Betreuung in einem tertiären Zentrum nötig. In der grossen Mehrheit der Fälle ist eine vaginale Geburt der aus ­kardialer Sicht empfohlene Geburtsmodus. Komplikationen können erst im Wochenbett auftreten. Je nach Herz­fehler ist eine frühe Entlassung nach der Geburt nicht sinnvoll.

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