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Renale Denervation

Neue Behandlung für therapieresistente arterielle Hypertonie und mehr?

Bei Patienten mit therapieresistenter arterieller Hyper­­tonie sollten neben einer ausführlichen Anamnese, körper­lichen Untersuchung und einer ambulanten 24h-Blutdruckmessung auch laborchemische Analysen der Serum­elektrolyte, Glukose und renalen Retentionsparameter sowie eine Urindiagnostik mit Proteinbestimmung und Natriumurinausscheidung erhoben werden. Mit der Katheter-basierten, interventionellen renalen Sympathikusdenervation (RDN) steht für Patienten mit einer nachgewiesenen Therapieresistenz ein potentes und kompli­kationsarmes neues, interventionelles Verfahren zur Ver­fügung. Dabei bringt man über einen femoralen Zugang, unter Röntgendurchleuchtung, einen Ablations­katheter in die Nierenarterien ein, worüber nachfolgend Ablationsenergie (z.B. Hochfrequenzstrom oder Ultraschall) abgegeben werden kann. Dies führt zur Verödung der sich in der Adventitia befindlichen sympathischen Nervenfasern. Kontraindikationen für eine RDN sind eine Hypertonie sekundärer Genese, eine ungeeignete Anatomie der Nierenarterien sowie eine GFR <45 ml/min pro 1,73 m². Inwieweit sich die RDN auch zur Behandlung anderer Erkrankungen mit erhöhter sympathischer Aktivität eignet, muss in weiteren Studien untersucht werden.

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