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Pneumologie

Keine voreiligen Schlüsse ziehen, sondern exakte Diagnose stellen

Liebe Kolleginnen und Kollegen, können Sie sich vorstellen, dass in einer Notfallambulanz bei Verdacht auf einen Herzinfarkt eine Anmeldung ans Katheter-Labor erfolgt, ohne dass vorher ein EKG abgeleitet wurde? Klar, diese Frage ist rein rhetorisch; umso eher darf man sich gelegentlich wundern, wie oft bei Pa­tienten mit Dyspnoe ohne vorgängige Diagnosestellung eine bronchodilatierende und auch anti-entzündliche inhalative Therapie begonnen und der Effekt abgewartet wird. Dyspnoe für längere Zeit unkritisch mit einer Bronchialobstruktion und der Indikation für eine Kombinationstherapie mit einem Betastimulator und einem Kortikosteroid gleichzusetzen, kann zu falschen, unnötigen oder gar schädlichen Therapien führen. In einer Untersuchung einer Gemeinschaftspraxis-Ambulanz liess sich beispielsweise eine rein klinisch gestellte Asthmadiagnose bei fast einem Drittel der Patienten nicht bestätigen. Stimmbanddysfunktionen («vocal cord dysfunction»), Hyperventilation, Trachealstenose und funktionelle Ursachen können sich zum Verwechseln ähnlich präsentieren.

Benutzeranmeldung

  • Rauchentwöhnung

    Gemäss aktueller Datenlage gibt es keinen nachweislichen langfristiger Nutzen des Einsatzes von E-Zigaretten zur Rauchentwöhnung. Der Umstieg auf die elektronischen Ersatzprodukte sei lediglich eine Verlagerung des Suchtverhaltens und berge gesundheitliche Risiken unbekannten Ausmasses, warnen Experten.

  • Akutes Koronarsyndrom

    Das fast Strain-Encoded Imaging (fSENC)-MRT kann innerhalb kürzester Zeit fraktionelle Längenänderungen der Myokardfibrillen zwischen Endsystole und Enddiastole erfassen. Bisher wurde dieses Verfahren bei Patienten mit akutem Thoraxschmerz jedoch noch nicht eingesetzt. Jetzt wiesen Studienergebnisse eine hohe diagnostische Aussagekraft dieser nicht-invasiven Methode nach.

  • Neuroonkologie

    Die Entwicklung von Immun-Checkpoint-Inhibitoren hat den Weg für eine gezielte Tumorbekämpfung mittels Aktivierung des Immunsystems geebnet. Inzwischen können sechs Präparate zur Bekämpfung von insgesamt sieben malignen Erkrankungen eingesetzt werden. Doch diese Therapie bleibt nicht immer ohne Folgen.

  • ADHS und Delinquenz

    Kinder mit ADHS haben ein deutlich erhöhtes Risiko, in späteren Lebensphasen dissoziales Verhalten zu zeigen, das kriminelle Handlungen begünstigt, für welche sie strafrechtlich belangt werden. Die frühzeitige diagnostische Abklärung bei ADHS-Verdacht ist darum sinnvoll. Lic. phil. Cornel Gmür, Fachpsychologe für Rechtspsychologie FSP, ...