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Präoperative Anämie im Zeitalter von Patient Blood Management (PBM)

Ein pragmatischer Ansatz zu Diagnostik und Therapie

Eine präoperative Anämie ist ein unabhängiger Prädiktor für ein erhöhtes Infekt- und Thromboembolie-Risiko und eine erhöhte Mortalität. Allogene ­Bluttransfusionen tragen ihrerseits durch unspezifische und spezifische Risiken weiter zur Verschlechterung des Outcomes bei. Ein algorithmusbasiertes Vorgehen bei Anämie ist hilfreich. Anhand ­von EC-Zellvolumen (MCV) und Retikulozyten lassen sich die leichten bis mittelschweren Anämien im perioperativen Setting klassifizieren und therapieren. Schwere Anämien sollten durch einen Experten beurteilt und betreut werden. Bei erwartet hohem Blutverlust im Rahmen einer grösseren Chirurgie kann der Eisenbedarf abgeschätzt und präoperativ bereits substituiert werden. Eine Anämie gilt nach heutiger Datenlage als Kontraindikation für einen elektiven operativen Eingriff.