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Immunologisch-allergologische Aspekte Epidermale Aspekte

Die Krankheit mit zwei Gesichtern

Der Begriff der atopischen Dermatitis wurde im Jahre 1933 zur Bezeichnung gewisser chronischer, vor allem bei Kindern auftretender Ekzeme eingeführt, um deren Zusammenhang mit den allergischen Erkrankungen, wie Asthma und Heuschnupfen, hervorzuheben. Diese Namensgebung wurde seither in der ganzen Welt, zumindest von den Fachärzten, übernommen. Die Patienten und auch der allgemeine Sprachgebrauch verwenden nämlich eher den einfachen Begriff der Neurodermitis oder noch einfacher des Ekzems, wobei die Wörter Ekzem und Dermatitis im Übrigen gleichbedeutend sind. In Frankreich wurde lange Zeit der Begriff des konstitutionellen Ekzems verwendet, wobei gesagt werden muss, dass auch dieser Ausdruck nicht unmittelbar verständlich ist. Schliesslich wurde festgestellt, dass diese Dermatitis bzw. dieses Ekzem nicht immer die Kriterien einer atopischen Erkrankung erfüllt, welche im Wesentlichen ein positives Resultat im Intrakutantest und eine Erhöhung der zirkulierenden IgE sind. Aus diesem Grund begann man von der «atopiformen Dermatitis» bzw. der «intrinsischen atopischen Dermatitis» zu sprechen, Fachausdrücke, welche jedoch für Nicht-Spezialisten rätselhaft blieben. Vielleicht wäre es besser, von kindlichen Ekzemen zu sprechen. Das würde jedermann verstehen. Aber es ist schwierig, Gewohnheiten zu ändern: In wissenschaftlichen Artikeln und offiziellen Texten wird von der atopischen Dermatitis gesprochen und wir machen es Ihnen hier nach – zumindest für den Moment.

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