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Nicht-infektiöse Dermatosen im Genitalbereich

Das Spektrum reicht von entzündlichen bis hin zu malignen Dermatosen

Dermatosen im Genitalbereich sind nicht immer infektiöser Natur. ­Wichtig ist die Abgrenzung entzündlicher Dermatosen von malignen ­Veränderungen (z.B. Erythroplasie als Manifestation des Morbus Bowen).­ Kontaktekzeme irritativer und allergischer Genese treten im Genital­bereich relativ häufig auf. Ebenfalls finden sich atopische und seborrhoische­ Ekzeme. Hinweise auf die Diagnose bei vulvärem Lichen ruber geben eine netz­artige weisse (Wickham-)Streifung und livid-grau-braune Randbereiche. Hypertrophe Papeln müssen von Condylomen oder malignen Veränderungen abgegrenzt werden. An der Glans penis kann sich der Lichen ­ruber ebenfalls mit einer weisslichen netzartigen Zeichnung, polygonalen Papeln, oder auch mit anulären Plaques manifestieren. Die typische Schuppung kann bei Psoriasis im Genitalbereich oft fehlen. Häufige verursachende Medikamente des fixen Arzneimittelexanthems sind Cotrimoxazol, NSAR, Tetrazykline und Barbiturate. Typische Zeichen für einen Lichen sclerosus sind Hämorrhagien in den sklerosierten Arealen, teils auch mit hämorrhagischen Blasen. Bei der Balanitis/Vulvitis plasmacellularis Zoon finden sich typisch­er­weise­ gesprenkelte, orange-rote Erytheme.

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